1912 bis 2012

100 Jahre

Freiwillige Feuerwehr Ostrhauderfehn

Verfasst bis 1987 von Helmuth Schoon, ab 1988 von Ralf Ecken

Bei der Gründung unseres Fehns war es zuerst das Wasser, mit dem die Siedler zu kämpfen hatten. Im Laufe der Zeit, als die ersten Häuser gebaut wurden, war es das Feuer, gegen das sie ihr Hab und Gut schützen mussten. Die in leichter Bauweise erstellten Gebäude wurden schnell ein Raub der Flammen. Wasser war reichlich vorhanden, trotzdem war man nicht in der Lage, diese Mittel erfolgreich einzusetzen.

Bei der weiteren Besiedlung wurde für die Brandbekämpfung eine Anordnung erlassen, dass es jedem Hausbesitzer zur Pflicht wurde, einen Brandeimer, versehen mit Namen und Hausnummer, an einem zugänglichen Ort aufzubewahren. Brannte es irgendwo, fand sich jeder Bürger mit seinem Brandeimer an dem Brandplatz ein und half durch eine Eimerkette das Wasser aus dem Kanal zur Brandstelle zu fördern. Diese Brandbekämpfung war sehr mühsam und zu dem wenig erfolgreich. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts beschaffte die Gemeinde eine Spritze, die aus einem hölzernen Bottich mit einer einfachen Klobenpumpe bestand und von zwei Mann zur Brandstelle getragen werden musste. Der Gemeindevorsteher lies eine Spritzenmannschaft aus Bürgern, die meist immer ortsanwesend waren aufstellten. Man würde sie heute als eine >>Pflichtfeuerwehr<< bezeichnen.

Nach der Jahrhundertwende wurde eine größere Spritze angeschafft. Diese bestand aus einem eisernen Behälter mit zwei Kolben in je einem Messingzylinder. Hiermit konnte man das Wasser aus dem Kanal pumpen und mit ausreichendem Druck zur Brandstelle befördern. Diese Spritze befand sich auf einem zweirädrigen Karren, der von Hand und später von einem Pferd gezogen wurde. Diese Spritze ist heute noch intakt. Untergestellt wurde das Gerät, in der ersten Südwieke, heute Korrelvink. Die andere Spritze fand ihren Platz bei Clemens Wilken.

Im Jahre 1911 wurde beschlossen, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Es wurde ein Antrag beim Landrat gestellt. Aber erst Anfang des Jahres 1912 gab der damalige Landrat Wedel die Zustimmung unter der Bedingung, dass der zu wählende Hauptmann seinen Militärdienst absolviert hatte und mit dem Rang eines Unteroffiziers entlassen worden war.

Im Frühjahr 1912 fand die Gründerversammlung in der Gastwirtschaft zur zweiten Schleuse, heute Bußmann, statt. Leider ist das Protokoll der Versammlung verloren

Gegangen Es waren ungefähr 30 Bürger erschienen. Zum Hauptmann wählte man den Bauunternehmer Weye Vietor. Stellvertreter wurde Heye van Allen. Schriftführer, Kassierer und Gerätewarte standen ebenfalls zur Wahl.

Aus mündlicher Überlieferung ist ein Einsatz im Jahre 1913 erwähnenswert. Bei einem Gebäudebrand in Rhaudermoor am Deich war die Spritze aus Ostrhauderfehn als Erste am Brandherd und konnte auch zuerst Wasser geben. Wenn man bedenkt, dass die Spritze von Hand gezogen und die 3 km lange Strecke im Dauerlauf zurück gelegt wurde, war das eine sehr schwere, körperliche Anstrengung.

Im 1. Weltkrieg mussten viele Feuerwehrmänner den grauen Rock des Soldaten anziehen. Einige von ihnen kehrten nicht mehr zurück. Sie waren, wie es im Protokoll zu lesen ist, auf dem Felde der Ehre gefallen.

Bei einem Wohnhausbrand im Jahre 1919 in der 1. Südwieke waren Menschenleben zu beklagen. Zwei kleine Kinder die von ihrer Mutter alleine zu Hause gelassen wurden, erstickten und verbrannten.

1920 übernahm Heye van Allen die Führung der Wehr. Nach Erreichen der Altersgrenze 1925, übergab er das Amt an G. H. Ewen. Noch im selben Jahr wurde eine neue Spritze angeschafft. Es handelte sich um eine größere Handdruckspritze, die fest auf einem vierrädrigen Wagen montiert war. Die Bezahlung der Spritze stieß auf Schwierigkeiten, da

ein Betrag von 400 Reichsmark fehlte. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr entschlossen sich, eine Haussammlung durchzuführen. Somit konnte die neue Spritze bezahlt werden. Da das Gefährt von zwei Pferden gezogen wurde, war es meistens der Landwirt Georg Buse, der dieses Gespann stellte. Die kleine Handdruckspritze wurde dem zweiten Zug übergeben. 1927 zählte die Wehr 83 Mitglieder.

In den Jahren 1925 – 1932 gab es für die Feuerwehr viel zu tun. In diesem Zeitraum brannten ungefähr 25 Wohn- bzw. Wirtschaftsgebäude nieder. Scherzhafterweise nannte man Ostrhauderfehn damals „Neubrandenburg“.

Am 20. Januar 1929 wurde auf der Generalversammlung der Antrag gestellt, die Freiwillige Feuerwehr Ostrhauderfehn aufzulösen. Grund des Antrages war die Brandkasse, die sich weigerte, für mehrere Brandeinsätze die Löschprämie zu bezahlen. Zwei Drittel der Mitglieder mussten für die Auflösung stimmen. Weil aber nur 30 anwesend waren, konnte dem Antrag nicht stattgegeben werden. A. Straatmann wurde auf der Versammlung zum Hauptmann gewählt.

1934 hielt die Technik ihren Einzug bei der Feuerwehr. Es wurde eine Motorspritze, Typ Flada EW II. und ein Motorwagen angeschafft. Es handelt sich um einen umgebauten Wagen, auf dem Geräte und einige Feuerwehrmänner befördert werden konnten. Die Handdruckspritze wurde der Freiwilligen Feuerwehr Holterfehn übergeben.

Im September 1934 übernahm J. Rademacher die Führung der Wehr. Inzwischen hatten die Nationalsozialsozialisten die Regierungsgewalt übernommen. Die Bezeichnung Hauptmann wurde gestrichen, stattdessen hieß es, Führer der Wehr. Ebenfalls wurde ein Führerrat berufen. Der Kreisfeuerwehrführer ernannte 1938 G.H. Ewen zum Führer der Wehr. Im gleichen Jahr erfolgte die Eingliederung der Feuerwehren in die Polizei.

1937 konnte ein Feuerwehrgerätehaus neben der neuen Schule eingeweiht werden. Die Gemeinde beschaffte ebenfalls ein neues Fahrzeug, da das alte für den Einsatz nicht mehr geeignet war.

Mit Beginn des zweiten Weltkrieges im September 1939 wurden viele Feuerwehrmänner zum Kriegsdienst eingezogen. Die Reihen waren so gelichtet, dass die Gemeinde etliche männliche Bürger zum Feuerwehrdienst verpflichtete. 1941 wurde ebenfalls die erste Hitler- Jugendfeuerwehr aufgestellt. Die Kriegsjahre waren für die Feuerwehrmänner mit großen Strapazen verbunden. Durch die Luftangriffe auf die Stadt Emden kam die Feuerwehr öfters zum Einsatz. Bei Beginn des Luftschutzalarms wurde die Feuerwehr alarmiert und rückte bis kurz vor Emden aus, wo sie wartete, bis der Angriff vorbei war. Da die Angriffe meistens nachts geflogen wurden, hatten die Feuerwehrmänner Schwerstarbeit zu leisten, um die verheerenden Brände zu Löschen.

Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges kam für die Freiwillige Feuerwehr eine schwere Zeit. Durch den Einmarsch der kanadischen und polnischen Verbände brannten ungefähr vierzig Häuser durch Beschuss nieder. Leider konnte die Feuerwehr hier nichts ausrichten. Ebenfalls wurde fast die gesamte Einrichtung der Wehr durch die einrückenden Soldaten zerstört. Viele Kameraden kamen aus dem Krieg nicht zurück. Unter ihnen war auch G.H. Ewen, der 1944 eingezogen wurde und kurz vor Ende des Krieges in der Nähe seiner Heimat fiel.

Erst 1949 riefen der damalige Bürgermeister Heyer und der Wehrführer D. Prahm zu einem Neuanfang auf. Viele alte Kameraden fanden sich ein und einige neue Mitglieder konnten geworben werden. Unter denen befanden sich auch zwei Ratsmitglieder. Ein gebrauchtes Fahrzeug mit Anhänger wurde gekauft und mit einigen Geräten, die wieder instand gesetzt werden konnten, begann ein neuer Anfang.

1952 kaufte die Gemeinde ein altes Wehrmachtsfahrzeug und baute es zu einem Feuerwehrwagen um. Inzwischen konnten auch die notwendigsten Geräte und Ausrüstungsgegenstände beschafft werden.

In der Generalversammlung im Jahre 1957 wurde Remmer van Allen zum Gemeindebrandmeister gewählt. D. Prahm konnte dieses Amt krankheitshalber nicht mehr ausführen. Noch im selben Jahr wurde er zum Ehrenbrandmeister ernannt.

Der 16. 11. 1957 war für die Feuerwehr ein erfreulicher Tag. Ein neues LF-8-Fahrzeug mit einer Vorbaupumpe wurde, im Beisein vom Bürgermeister, der Verwaltung, vom Unterkreisbrandmeister, vom Gemeindebrandmeister und der gesamten Wehr, übergeben.

Mit der Gemeinde Strücklingen wurde vereinbart, für die Ortsteile Idafehn, Wittensand und Bokelesch den Feuerschutz zu übernehmen.

Nach Erreichen der Altersgrenze gab Remmer van Allen das Amt des Gemeindebrandmeisters 1960 an Helmut Schoon ab.

1962 konnte die Feuerwehr ihr 50jähriges Bestehen feiern. Am 8. Juli fand ein Umzug unter Beteiligung von mehreren Wehren aus der Nachbarschaft statt. Die alte Handdruckspritze von 1912 und auch einige Gründer der Wehr waren mit dabei.

Als ein Einsatz besonderer Art im Jahr 1964 war die Bergung eines Kraftfahrzeuges aus dem Kanal der ersten Südwieke, in dem ein Insasse den Tod fand. Dieser Einsatz wurde Wochen später für das Fernsehen nachgestellt und im NDR-Freitagsmagazin ausgestrahlt.

In den Folgejahren konnte die Ausrüstung weiter ergänzt werden. 1964 kam eine Magirus Tragkraftspritze TS 8/8 hinzu, sowie Schaumgeräte eine Kellerpumpe, sechs Schutzanzüge für Einsätze im Wasser und eine behelfsmäßige Beleuchtungsanlage.

1966 wurde mit dem Bau eines neuen Gerätehauses begonnen. Die Gemeinde hatte ein Grundstück an der Kirchstraße erworben. Am 20. 01.1967 erfolgte die Übergabe unter Anwesenheit zahlreicher Mitglieder der Gemeinde, der Verwaltung und des Kreisfeuerwehrverbandes.

In dem Gebäude war ein Unterstellraum für ein LF 8, ein Aufenthalts- und Schulungsraum, Waschraum und eine Toilette untergebracht. Die Feuerwehr war somit in der Lage einen ordnungsgemäßen, praktischen und theoretischen Dienst abzuhalten.

Am 10. 6. 1972 konnte die Wehr ihr 60jähriges Bestehen feiern. Höhepunkt war der große Zapfenstreich unter Mitwirkung des Spielmannzuges und Musikzuges der Freiwilligen Feuerwehr Cloppenburg. Ungefähr tausend Zuschauer waren anwesend.

Durch die Anschaffung von Schläuchen, Uniformen, Schutzhelmen und vier Atemschutzgeräten wurde die Ausrüstung weiter vervollständigt.

Bei dem Orkan im November 1972 brannte die Mühle in Idafehn nieder. Heiligabend bis 1. Weihnachtstag desselben Jahres war die Wehr bei einem Gebäudebrand in Idafehn im Einsatz. Durch den starken Frost gefror zum Teil das Löschwasser. Am Ende des Jahres zählte die Wehr 32 Aktive Mitglieder und 16 Alterskameraden.

Der größte Brandeinsatz in der Geschichte der Feuerwehr war am 19. 8. 1973. Das Kaufhaus Wreesmann brannte. Sieben Feuerwehren mit ungefähr 150 Mann, Darunter das Tanklöschfahrzeug und die Drehleiter aus Leer, waren im Einsatz.

Mit der Gemeinde- und Gebietsreform 1973 wurde ein Gemeindekommando mit Gemeindebrandmeister und Stellvertreter gewählt. Die Aufgaben des Gemeindebrandmeisters wurde vorerst kommissarisch, Andreas Duis übertragen sein Stellvertreter wurde Egon Taute. Die einzelnen Ortswehren wurden erhalten und deren Führer in Ortsbrandmeister umbenannt.

Auf dem Kreisfeuerwehrverbandsfest am 1. 7. 1975 wurde u. a. Helmut Schoon mit dem Feuerwehrehrenkreuz II. Stufe ausgezeichnet.

Im Jahre 1975 konnte das Gerätehaus durch den Anbau von zwei Einstellplätzen, einem Geräteraum, sowie einem Heizungsraum erweitert werden. Ein Teil der Bauarbeiten wurde in ca. 1000 Stunden Eigenleistung von den Feuerwehrmännern ausgeführt.

In diesem Jahr konnte ebenfalls ein Mannschaftstransportfahrzeug MTW der Wehr übergeben werden.

Mit der Übergabe eines neuen Tanklöschfahrzeuges TLF 8/8 am 2.3.1976, erfüllt die Feuerwehr Ostrhauderfehn die Mindestanforderung einer Stützpunktfeuerwehr. Ausgerüstet ist das TLF mit einer festeingebauten Pumpe und einem 2400 Liter Wassertank, Schaummittel, Atemschutzgeräten, Schutzkleidung und der normgerechten

Beladung. Dazu hat die Gemeinde einen weiteren Schritt zur Sicherung des Brandschutzes getan.

Am 14. 4. 1978 wählte man den stellvertretenden Ortsbrandmeister Egon Taute zum Gemeindebrandmeister. Rudolf de Buhr erhielt das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters.

Am 21. 3. 1981 übernahm die Wehr ein neues LF8-TS-Fahrzeug. Es handelt sich um einen Prototyp, der von der Firma Ziegler nach Wünschen der Wehr ausgerüstet wurde. Neben der serienmäßigen Ausstattung ist dieses Fahrzeug mit einer Vielzahl von Geräten für Hilfeleistungen bestückt. Dazu gehörten ein Hydraulikspreizer und eine Rettungsschere mit Pumpenaggregat, ein Stromerzeuger, ein Trennschleifer, eine Tauchpumpe, eine Motorkettensäge, mehrere Hebekissen sowie ein Greifzug. Mit diesem Fahrzeug war die Feuerwehr jetzt optimal ausgerüstet.

Am 10. 4. 1981 verstarb im Alter von 46 Jahren der stellvertretende Ortsbrandmeister Rudolf de Buhr. Mit ihm verlor die Feuerwehr einen Kameraden, der sich immer für die Belange der Wehr eingesetzt hatte.

Am 19. 6. 1983 auf dem Kreisfeuerwehrfest in Steenfelde wurde unter anderem der Gemeindebrandmeister Egon Taute mit dem Feuerwehrehrenkreuz in Silber ausgezeichnet.

Im Laufe des Jahres 1983 wurde für alle aktiven Feuerwehrmänner Schutzkleidung angeschafft sowie weitere Helme und Sicherheitsgurte und drei Handsprechfunkgeräte. Bei einem Wohnhausbrand am 10. 12. 1983 kam für einen 5jährigen Jungen jede Hilfe zu spät. Trotz schnellen Einsatzes der Feuerwehr konnte der Junge nur noch tot aus seinem Zimmer geborgen werden.

Neben zahlreichen Einsätzen im Jahre 1984, gab es eine besondere Art von Hilfeleistung. Im Zuge der Baumaßnahmen der B 438 wurden Panzerminen gefunden, die zum Teil von einem Sprengmeister an Ort und Stelle gesprengt wurden. Bei der Detonation gingen zahlreiche Scheiben zu Bruch. so dass die Feuerwehr sich über wenig Arbeit nicht zu beklagen brauchte.

Für 1985 ist noch zu erwähnen, dass die Gemeinde weitere sechs Meldeempfänger angeschafft hat. Somit wurde die Alarmierung innerhalb der Wehr verbessert.

Für den Ortsbrandmeister Helmut Schoon war 1985 ein Jubiläumsjahr. Auf der Generalversammlung am 18.01.1985 wurde er für 25jährige Tätigkeit als Ortsbrandmeister geehrt.

1986 ging für Ortsbrandmeister Helmut Schoon die aktive Dienstzeit zu Ende.

Nach 26 Dienstjahren gab er das Amt an Manfred Ammermann, der vorher in geheimer Wahl zum Ortsbrandmeister gewählt worden war, ab. Zum Stellvertreter wurde Geert Janssen gewählt. Auf dieser Versammlung wurde der endgültige Entschluss gefasst, die Durchführung des Kreisfeuerwehrfestes 1987 aus Anlass des 75jährigen Bestehens zu beantragen.

Durch die Anschaffung einer neuen TS 8/8 zum Ende des Jahres 1986 war die Wehr technisch hervorragend ausgerüstet und mit 46 Aktiven, personell gut besetzt.

Am 7. 6.1986 gaben die Delegierten des Kreisfeuerwehrverbandes Leer der Freiwilligen Feuerwehr Ostrhauderfehn den Auftrag, das Kreisfest 1987 durchzuführen.

Vom 03.06.1987 bis 05.06.1987 feierte man bei herrlichstem Wetter das 75 jährige Bestehen zusammen mit dem Fest des Kreisfeuerwehrverbandes Leer.

Das Fest begann am Freitag mit einem sehr gut besuchten Discoabend und wurde am Samstag mit den freien Wettkämpfen der 16 Jugendfeuerwehren des Landkreises Leer fortgeführt. Parallel fand auch die Jährliche Delegierten-Tagung im Festzelt statt, auf der unter anderem Geert Janssen zum Brandmeister befördert wurde.

Über 1000 Gäste feierten am Abend, das Jubiläum bis in den frühen Sonntagmorgen. Der große Werbeumzug am Sonntagnachmittag war das herausragende Ereignis. Rund 800 Feuerwehrleute marschierten, angeführt von mehreren Spielmannzügen und Blaskapellen, durch den mit über 30 großen Ehrenbögen festlich geschmückt Ort zum Festplatz, wo

anschließend die Schnelligkeitswettkämpfe ausgetragen wurden. Das von allen Seiten hochgelobte Fest klang dann am Abend, mit einem Wunschkonzert in einem wieder bis auf dem letzten Platz gefüllten Festzelt aus.

Im April 1988 konnten wir nach einem Verkehrsunfall, 3 Personen nur noch tot bergen, ihr Fahrzeug war aus nicht bekannten Gründen in den Kanal der 1. Südwieke gestürzt

Zu einer Brandsicherheitswache wurden wir im März 1989 von der Polizei über die Gemeinde angefordert, da aufgrund eines Konzertes von einem Pop Duo in einer Disco, mehrere gewaltbereite Gruppen Proteste hiergegen angekündigt und mit dem Anzünden von PKW gedroht hatten. Mit Personal und Fahrzeugen gingen wir in der Werkstatt von Siegfried Krämer in Einsatzbereitschaft, doch es kam glücklicherweise zu keiner Ausschreitung

Im September 1989 wurden wir zu einem Lagerhallenbrand im Gewerbegebiet alarmiert. Es wurde zu einem gefährlichen Einsatz, da einige Tonnen Feuerwerkskörper in der Halle lagerten und teilweise explodierten. Über 10 Stunden dauerte dieser Einsatz.

1991 bekämpften wir mit vielen Feuerwehren den Großbrand der Firma Opti in Rhauderfehn.

Manfred Störmer übernahm 1992 das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters, da sich Geert Janssen aus beruflichen Gründen nicht wieder zur Wahl stellte.

Im April 1992 brannte auf dem Gelände der Firma Strenge ein großer Haufen mit Torf. Zwei Tage benötigten wir hierfür zum Löschen.

Auf der B 72 wurden wir zu einem Verkehrsunfall alarmiert. Zwei PKW waren frontal zusammen gestoßen. Ein Unfallbeteiligter konnte lebend aus seinem Fahrzeug gerettet werden verstarb allerdings einige Tage später, auch drei junge Mädchen aus dem anderen PKW hatten diesen Unfall nicht überlebt.

Bei dem Brand der Pilzfarm in Ramsloh 1993 wurden wir mit unserem Wasserwerfer zur Unterstützung angefordert. Im Juli kam es wiederholt auf der B 72 zu einem Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang.

Im Mai 1994 feierte der Ort Ostrhauderfehn sein 225 Jähriges Bestehen. Die Straßen wurden von den Anwohnern mit vielen Bögen geschmückt. Die Feuerwehr war für die Überprüfung der Durchfahrtshöhen und die Standsicherheit der Bögen verantwortlich. Im Rahmen dieses Festes Veranstalteten wir zusammen mit dem Gemischen Chor Eintracht ein Festwochenende

Am Freitag den 29.04.1994 fand eine Jugendzeltfete auf dem Marktplatz beim Rathaus statt.

Der Samstag begann mit einem Spaßwettkampf der Vereine aus Ostrhauderfehn.

Um 19:00 Uhr wurde ein großer Maibaum auf dem Dorfplatz aufgestellt. Mit Tanz in den Mai klang der Samstag fröhlich aus, bevor es Sonntag mit einem großen Frühschoppen weiterging.

Eine Fahrradtour des SV Eiche für Kinder endete auf dem Festplatz wo anschließend das Kind, mit dem am schönsten geschmückten Fahrrad, einen Preis erhielt. Ein großes Wunschkonzert der Chöre im Festzelt füllte das Nachmittagsprogramm, bis dann ab 20:00 der Heimatabend begann.

Am 18.08 1994 brannte es in der Montagehalle und der Lackiererei der Firma Hansa. Das Feuer wurde schnell unter Kontrolle gebracht und größerer Schaden verhindert.

Ab 1995 stand Otto Blüge der Wehr als Ortsbrandmeister vor.

Im März stellten wir für die Fernsehsendung „Notruf “einen sich im Vergangenen Jahr, am Untenende, ereigneten Unfall nach.

Die Serie der tödlichen Verkehrsunfälle auf der B 72 fand kein Ende, nach einem Zusammenstoß mit einem LKW konnte ein PKW Fahrer nur noch tot geborgen werden. Im Jahresverlauf wurden noch zwei dringend benötigte Hydraulikstempel beschafft, womit die Hilfeleistungsausrüstung auf dem neuesten Stand gebracht wurde.

1996 brannte der Dachstuhl des Hauses von Feuerwehrkamerad Alfred Steenhoff. Durch schnelles Eingreifen konnte das Erdgeschoss gehalten werden. Vielen Kameraden halfen Tage später, die zerstörten Gebäudeteile von Hand abzutragen und es wurde ein schneller Wiederaufbau gewährleistet.

Eine lange nächtliche Frostperiode so wie trockenes und windiges Wetter über Tag, im März und April 1996, begünstigte viele Flächenbrände, zwei bis drei Mal täglich musste im gesamten Gemeindegebiet ausgerückt werden.

Im März 1997 ging die Amtszeit von Gemeindebrandmeister Egon Taute zu Ende. 19 Jahre war er für die Gemeindefeuerwehr zuständig. Auf der Sitzung des Gemeindekommandos wurde Manfred Störmer zum neuen Gemeindebrandmeister gewählt und Egon Taute zum Ehrengemeindebrandmeister ernannt. Im gleichen Jahr wurde ihm das Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Auf Grund seiner Wahl zum Gemeindebrandmeister gab Manfred Störmer das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters auf, zum Nachfolger auf diesen Posten wählte die Wehr Alfred Steenhoff.

Im Dezember 1999 kam es wiedermal auf der 1. Südwieke zu einem tragischen Verkehrsunfall. Vier junge Männer kamen dabei zu Tode, sie ertranken in ihrem Fahrzeug, das in den Kanal gestürzt war.

Alfred Steenhoff wurde im März 2000 Ortsbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Ostrhauderfehn und als Stellvertreter stand ihm Ralf Ecken zur Seite.

Da das Feuerwehrhaus an der Kirchstraße seit Jahren im hohen Maße baufällig war und nicht mehr den Anforderungen entsprach. begannen nach fünfjähriger Planung im März 2001 die Bauarbeiten für eine moderne Unterkunft. Am 30.Oktober 2001 wurde es von Bürgermeister Alfred Pistoor und Gemeindedirektor Wiard Amelsberg feierlich eingeweiht. Der Bau ist mit drei Fahrzeugeinstellplätzen zweckmäßig errichtet. Ein Lagerraum eine Werkstatt und ein Raum für die Pflege und Reinigung der gesamten Atemschutzausrüstung der vier Ortsfeuerwehren stehen zur Verfügung. Waschräume mit Dusche und Toiletten für Frauen und Männer getrennt, ein großzügiger Schulungsraum mit Küche, ein Kombinationsraum der als Büro, sowie für Besprechungen kleiner Gruppen und als Gemeinde Kleiderkammer genutzt werden kann, sind vorhanden.

2001 übernahm Alfred Steenhoff das Amt des Gemeindebrandmeisters von Manfred Störmer, der aus gesundheitlichen Gründen diesen Posten aufgeben musste.

Im Mai 2002 wurde das Feuerwehrhaus mit einem Tag der offenen Tür der Bevölkerung vorgestellt. In der eingerichteten Cafeteria konnten viele Gäste begrüßt werden. Im Außenbereich sorgten Fahrzeugschauen und Vorführungen, unter anderem die des Gefahrgutzuges des Landkreises Leer für Abwechslung.

Am 16 Juni 2002 feierte die Feuerwehr Ostrhauderfehn ihr 90 jähriges Bestehen. Ein Frühwandern, durch von Anwohner geschmückte Straßen, eröffnete die Veranstaltung. Mit Getränken, Grillspezialitäten sowie Spiegelei auf Bratkartoffeln konnte man sich für die Wettkämpfe am Nachmittag stärken.

Die Atemschutzausrüstung wurde mit vier neuen Atemschutzgeräten des Typs PSS 90 modernisiert

Ab Dezember und über drei Jahre verteilt, begann die Beschaffung der neuen Feuerschutzjacken nach Vorgabe des Landes Niedersachsen.

2003 Aufgrund neuer Atemschutzrichtlinien mussten vier neue Handsprechfunkgeräte angeschafft werden.

Das Gewerbegebiet bestand 25 Jahre. Mit einer Feuerwehrfahrzeugausstellung, Verlosungen von Rauchmelder und mehreren Einsatzübungen auf dem Gelände des Autohauses unseres Kameraden Siegfried Krämer stellte man sein können den zahlreichen interessierten Zuschauern vor.

Im Oktober beauftragte Bürgermeister Amelsberg den Ortsbrandmeister Alfred Steenhoff und seinen Stellvertreter Ralf Ecken mit der Planung für ein Fahrzeug zu beginnen. Alle Mittel für die Brandbekämpfung, die Geräte für Technische Hilfeleistung und eine

Löschgruppe sollten darauf Platz finden. Zusammen mit den Gerätewarten Lars Ammermann und Peter Krämer, wurde ein derzeit noch in der Norm befindliches TLF16/25 so gestaltet, dass es die Vorgaben vom Bürgermeister einhielt. Anfang 2004 wurde das Fahrzeug dann bestellt.

In diesem Jahr ereigneten sich mehrere schwere Verkehrsunfälle, wobei für einen Pkw Fahrer jede Hilfe zu spät kam, er war in seinem Fahrzeug in der 1. Südwieke ertrunken.

In Idafehn fuhr ein LKW, dessen Fahrer nach einer Kollision mit einem Ladekran eines anderen LKW bewusstlos in seinem Fahrzeug zusammengebrochen war, in eine Hauswand und wurde dabei eingeklemmt. Nach einer halben Stunde konnte er aus dem LKW gerettet werden. Nach seiner Genesung besuchte der Mann einen Dienstabend und bedankte sich für alles. Bei einem weiteren Unfall kam ein Kind unter einem Traktor und wurde dabei schwer verletzt.

Im Oktober 2004 war es dann soweit, das bei der Firma Ziegler in Giengen gefertigte Tanklöschfahrzeug konnte abgeholt und vom Bürgermeister in einer kleinen Feierstunde übergeben werden. Dieses Fahrzeug wurde auch für alle überörtlichen Einsätze innerhalb der Gemeinde ausgerüstet. Es verfügt über eine Feuerlöschkreiselpumpe mit einer Leistung von 2000 Liter pro Minute und einen 2500 Liter fassenden Löschwassertank mit 50 Meter formstabilen Schnellangriffsschlauch auf einer Haspel. Außerdem sind zwei Atemschutzgeräte in den Mannschaftsraum integriert so dass diese bei Bedarf schon auf der Anfahrt zur Einsatzstelle angelegt werden können. Gleichzeitig ersetzt ein neuer 13 KVA Stromerzeuger, eine größere Rettungsschere, ein größerer Spreizer mit dem Passenden Pumpenaggregat die 25 Jahre alten Vorgänger. Besonders vorteilhaft ist die Anordnung dieser schweren Geräte in niedriger Entnahme Höhe. Hinzu kam noch ein weiterer Rettungszylinder, ein Kombinationsschaumrohr M4 /S4, ein fest angebauter elektrisch - pneumatisch angetriebener Lichtmast mit zwei 1000 Watt Scheinwerfern und eine dreiteilige Schiebeleiter.

Alle Handlampen und Handsprechfunkgeräte sind an eine Batterieladeerhaltung angeschlossen. Durch den Einbau einer Drehwand und eine Schiebewand in den Geräteaufbau konnte, mit Ausnahme der Leitern, auf eine Dachbeladung verzichtet werden. Die gesamtkosten des Fahrzeugs und der Ausrüstung betrugen 197.000 €. Auf dem Straßenfest 2004 wurde das neue TLF der Öffentlichkeit vor gestellt. Viele Besucher besichtigten das Fahrzeug und informierten sich über die neue Technik und schauten den Einsatzübungen, die wir zusammen mit dem DRK realistisch darstellten, zu. Des Weiteren demonstrierten wir Fettbrände und deren Löschmöglichkeit, das Explodieren von Spraydosen und die Wirkungsweise von Rauchmelder.

Am 29. Dezember konnte sich das Fahrzeug seiner ersten ernsten Bewährungsprobe stellen. Bei dem Torfwerk Strenge war eine Förderanlage in Brand geraten und hatte Torfvorräte mit entzündet, bereits Sekunden nach Eintreffen konnte ein Trupp unter Atemschutz zum Löschen in die Lagerhalle vorrücken und der Maschinist die Ausleuchtung der Einsatzstelle vornehmen so dass das Feuer schnell unter Kontrolle war.

Im März des Jahres 2005 verstarb Ortsbrandmeister Alfred Steenhoff, der auch gleichzeitig das Amt des Gemeindebrandmeisters innehatte. Er hinterließ eine große Lücke in unserer Feuerwehr. Wir werden immer in Ehren an ihn denken. Ralf Ecken übernahm daraufhin die kommissarische Leitung der Ortsfeuerwehr Ostrhauderfehn.

Mehrere Gebäude- und Fahrzeugbrände sowie technische Hilfeleistungen bescherten unserer Wehr in 2005 viel Arbeit und Einsatzstunden. Unter anderem brannten zwei leer stehende Wohnhäuser.

Eine Überhitzung des Schornsteins vom Backofen der Mühle setzte das Dach vom Backhaus in Brand.

Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wurde Ralf Ecken von seinen Kameraden für das Amt des Ortsbrandmeisters vorgeschlagen. Die Ernennungsurkunde erhielt er am 05.04.2006 vom Bürgermeister Amelsberg.

2006 wurden mehrere Flächenbrände verzeichnet. Sechs Feuerwehren bekämpften ein Feuer auf einer Wiese in Amdorf. Ein Wohnhaus an der 1. Südwieke wurde durch ein Feuer unbewohnbar. 40 von 60 Wohnwagen konnten vor einem Feuer auf dem Lagerplatz eines Händlers gerettet werden.

Die neuen Überhosen, für Einsätze unter erhöhten thermischen Belastungen, wurden bestellt.

Außerdem wurde noch eine Rettungssäge mit einer speziell gehärteten Kette beschafft, die das Öffnen von Dächern und Hallen mit den sogenannten Sandwichplatten erleichtert.

Das Jahr 2007 begann bereits 3 Minuten nach Jahreswechsel mit einem Brandeinsatz. Eine Hecke hatte sich durch eine Silvesterrakete entzündet.

Aufgrund anhaltend starker Regenfälle und Stürme mussten an verschiedenen Tagen im Januar, ein Keller, ein Heizungsraum ausgepumpt und ein Rohrdurchlass

freigespült werden, sowie mehrere Bäume von Straßen beseitigt werden.

Im August wurden wir zu einer etwas außergewöhnlichen Hilfeleistung gerufen. Ein dreijähriger Junge saß mit einem Arm in einem Rohr von einem Schirmständer fest, er weigerte sich strickt von den Eltern geholfen zu werden. Erst zwei Kameraden konnten ihn dann durch Auftragen von Seife, auf seinem Arm, aus dieser Zwangslage befreien.

Als Ersatz für den 1975 beschafften MTW erhielten wir Ende 2007 ein ELW. Die Firma Krämer lieferte ein Renault Master, der zuvor von der Firma Pütting zum ELW umgebaut wurde. Zwei Funkgeräte, für das 4-Meter- und zwei HFG für das 2-Meter Band, in einem Tisch eingebaut und ausreichend Sitzplätze bieten eine ausreichende Arbeitsmöglichkeit für die Einsatzleitung.

2008 mussten 23 Einsätze abgearbeitet werden.

33 Mitglieder, davon 2 Frauen, 3 Mädchen und 3 Jungen in der Jugendfeuerwehr und 17 Alterskameraden beträgt der Personalstand der Feuerwehr Ostrhauderfehn.

In diesem Jahr, machten uns mehrere Fehlalarme von BMA zu schaffen.

Zwei Einsätze im Dezember fanden kein gutes Ende. Eine ältere Frau aus einem Pflegeheim wurde vermisst. Nach längerer Suche durch alle vier Ostrhauderfehner Ortswehren, wurde sie tot in einem Graben aufgefunden. Ein junger Mann war auf die Bundesstraße gestürzt und von einem heran nahenden LKW überfahren worden.

Im Jahr 2009 verstarb unser langjähriges Mitglied Carl Spieker, im Alter von 77 Jahren. Auch vom ehemaligen Bürgermeister Alfred Pistoor und unseren Freud und Förderer Meinhard Meinders mussten wir Abschied nehmen.

Zum ersten Mal besuchten wir das THW in Loga und ließen uns von den Helfern über ihre vielfältige Arbeit informieren.

Auf der Delegiertentagung 2009 in Firrel wurde der Antrag für die Ausrichtung des Kreisfeuerwehrverbandsfestes 2012 beantragt und von der Versammlung zugestimmt.

Eine Wärmebildkamera, die mit Unterstützung der Ostfriesischen Landwirtschaftlichen Brandkasse beschafft und finanziert wurde erleichtert uns das Auffinden von verdeckten Glutnester und Schwelbrände. Bei mehreren Einsätzen konnte sie sich bereits bewähren.

Zu drei Verkehrsunfällen bei denen PKW in den Kanal stürzten, wurden wir zur Hilfe gerufen. Glücklicherweise entstanden nur Blechschäden. 2009 waren 43 Einsätze zu verzeichnen.

39 Einsätze in 2010 verlangten alles von uns ab. Zwei Küchenbrände, mehrere Kleinbrände, unter anderem 2 Hecken, 1 Carport, und 2 PKW sind zu vermerken. Nach dem Sturm am 12.07.2010 beseitigten wir bis spät in den Abend die Schäden. Bei 2 Verkehrsunfällen musste Hilfe geleistet werden Am Ende des Jahres kam es zu 3 Großbränden, eine neue Lagerhalle, und ein Wohnhaus brannte ab. Durch eine Explosion,

verursacht durch einen Brandanschlag, wurde der Elysee Palast am Ortseingang total zerstört.

Ersatz und Neuanschaffungen wurden getätigt. Vier 30 Jahre alte Atemschutzgeräte wurden gegen neue moderne Ausgetauscht. Außerdem Handlampen, Hebekissen, Rohrdichtkissen ersatzbeschafft. Eine Kabeltrommel für 400 Volt gehört nun auch zur Ausrüstung.

Bei fünf größere Brandeinsätze im Jahr 2011, darunter 2 Gebäudebrände bei denen ein Übergreifen auf die Wohnhäuser verhindert wurde zeigte sich die gute Ausbildung. Ein Vermisstest Kind wurde nach intensiver Suche leicht unterkühlt in einem Maisfeld wieder gefunden.

2012. Die Amtszeit von Ortsbrandmeister Ralf Ecken und Stellvertreter Wilhelm Gerdes, gehen zu Ende Auf der Mitgliederversammlung werden sie von den Kameraden zur Wiederwahl Vorgeschlagen.

Dieses Jahr steht ganz im Zeichen unseres 100jährigen Jubiläums. Monatelange Intensive Vorbereitung sind neben der Einsatzerledigung große arbeitsreiche Tätigkeiten.

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Wenn zurückgeschaut wird, so wollen wir auch die Männer nicht vergessen, die 1912 unter sehr schweren Verhältnissen die Wehr gegründet haben. Der Gedanke von damals, in gemeinnütziger Weise anderen zu helfen, die in Not und Gefahr geraten waren, dieser Gedanke beseelt auch noch heute die Männer der Freiwilligen Feuerwehr.

Die Arten der Einsätze haben sich gewandelt. War es in den ersten 50 Jahren hauptsächlich das Feuer, so ist es heute u. a. die Vielzahl von Hilfeleistungen, die von den Männern der Feuerwehr bewältigt werden müssen.

In dieser Chronik wollen wir die Verwaltung und die Vertreter unserer Gemeinde nicht vergessen. In all den Jahren des Bestehens hatten sie immer ein offenes Ohr für die Feuerwehr. Besonders nach 1950 hat die Gemeinde sehr große finanzielle Anstrengungen getätigt. Nur durch diese volle Unterstützung konnte die Wehr auf den neusten Stand der Technik gebracht werden.

Aber trotz der Technisierung ist es immer noch der Mensch, der die Geräte bedienen und der sich voll und ganz für den Feuerschutz einsetzen muss.

Wenn im Jahre 2012 die Feuerwehr Ostrhauderfehn 100 Jahre besteht, so wollen wir hoffen, dass wir immer noch sagen können:

-Einer für alle, alle für einen